Monitoring zu (extrem) rechten, rassistischen, nationalistischen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Vorfällen in Südhessen

– 4. Quartal 2025 –

“FCK Antifa”-Schriftzug am Schaukasten eines Jugendzentrums in Darmstadt. Foto: privat

Vorbemerkungen

Unsere Monitoring-Berichte dokumentieren unterschiedliche extrem rechte, rassistische, antisemitische und damit einhergehende antidemokratische und menschenfeindliche Vorkommnisse, Aktivitäten und Auffälligkeiten in Südhessen in einem bestimmten Zeitraum. Sie erscheinen ab sofort einmal im Quartal, also vier Mal im Jahr. Grundlage der Monitoring-Recherchen sind öffentliche, offizielle und selbst recherchierte Quellen – wie Polizeimeldungen, Presse- und Medienberichte, Internetpräsenzen und Beiträge in sozialen Netzwerken oder Meldungen an die Regionalstelle Süd.

Die jeweils verwendeten Quellen sind unter den einzelnen Texten angegeben. Die vorliegende Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir gehen davon aus, dass eine Vielzahl von Vorfällen nicht dokumentiert werden konnte.


Bitte um Mithilfe

Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, bitten wir um Ihre Unterstützung und würden uns über entsprechende Beiträge für künftige Monitoring-Berichte sehr freuen. Bitte melden Sie uns Vorkommnisse und Aktivitäten im Bereich Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus etc. an unten stehende E-Mail-Adresse – auch vermeintliche „Kleinigkeiten“ wie diesbezügliche Schmierereien und Sticker im öffentlichen Raum oder Flyer und Flugblätter in Briefkästen! Fügen sie, falls möglich, dem Hinweis Ort, Datum und nachvollziehbare Quellen bei.

Ihre Hinweise – wie auch Rückfragen – schicken Sie bitte per E-Mail an:

monitoring@regionalstelle-sued.de

Bei Fragen, Anregungen, Kritik oder Ergänzungen zu Fällen, die in diesem Bericht aufgeführt sind, melden Sie sich gerne.


Bewertung

Auch im vierten Quartal 2025 kam es in Südhessen wieder zu einer ganzen Reihe von extrem rechten, rassistischen, antisemitischen, antifeministischen, antidemokratischen und menschenfeindlichen Vorkommnisse und Aktivitäten. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bildete dabei Darmstadt.

Im Berichtszeitraum fiel eine Häufung von antisemitischen Straftaten ins Gewicht. Weiter ist eine Zunahme von physischen Bedrohungssituationen zu beobachten gewesen.  Dies zeigt deutlich, dass die immer weitere Normalisierung und Zunahme von menschenfeindlichen Einstellungen in der Gesellschaft für eine Enthemmung sorgt, die nicht selten zu Gewalt und realen Bedrohungslagen führt.

Zusätzlich zu den in der Chronologie aufgeführten Versammlungen fanden im Berichtszeitraum noch wöchentliche verschwörungsideologische Demonstrationen und Kundgebungen in Darmstadt, Lorsch und Bensheim statt, die nicht einzeln genannt werden, um den Bericht nicht zu überladen

 An diesen Versammlungen beteiligten sich nur jeweils eine kleine Zahl an Personen – oft weniger als zehn. Sie fanden oftmals ohne größere öffentliche Aufmerksamkeit oder Gegenproteste statt. Dies liegt sicherlich auch an einem gesellschaftlichen Gewöhnungseffekt. Verschwörungsideologische Kundgebungen haben sich seit der Corona-Pandemie weitgehend normalisiert und der gesellschaftliche Widerstand bleibt aus.  

Zudem gibt es eine enorme Zunahme von extrem rechten und neonazistischen Stickern und Aufklebern im öffentlichen Raum. An vielen Orten nehmen diese so überhand, dass ein Monitoring nicht mehr möglich ist. Auch aus diesem Grund verzichten wir in der nachfolgenden Chronologie auf eine Aufführung von Stickerfunden. Es sind schlicht zu viele geworden. Dieser Trend ist besorgniserregend.


Chronologie

Nationalistische Protestaktion

2. Oktober 2025/
Büttelborn (Groß-Gerau)                     

Unter dem Label „Miteinander für Hessen“ versammelten sich die Teilnehmenden zu einer „Brückenleuchten“ genannten Kundgebung auf einer Autobahnbrücke über der A67.

Die Aktionsform „Brückenleuchten“ wird seit Sommer 2024 in ganz Deutschland in der rechten Verschwörungsszene praktiziert. Dabei versammeln sich Aktivist*innen mit ihren PKWs auf Brücken, die über Autobahnen oder Schnellstraßen führen und für die Zeit der Aktion gesperrt werden. Sie schwenken Fahnen, vor allem Deutschlandfahnen, und zeigen den unter ihnen Durchfahrenden Transparente und Tafeln mit politischen Botschaften.

Die Aktionsform bietet die Möglichkeit, in einem sicheren, von der Polizei abgeschirmten Umfeld über mehrere Stunden mit einem kleinen Personenkreis vergleichsweise große Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Aktionen werden gefilmt und über Soziale Netzwerke und Videoportale verbreitet.

Vor allem ist das „Brückenleuchten“ ein sozialer Treffpunkt für den Kern der Szene. Es werden Essen und Getränke ausgegeben, bisweilen auch Tische, Bänke und Pavillons aufgebaut.

Quelle:
Screenshot


Verschwörungsideologische Demonstration

3. Oktober 2025/
Rimbach (Bergstraße)

Am 3. Oktober veranstalteten die verschwörungsideologische Gruppe „Bürgerinitiative Weschnitztal IFUS“ sowie das verschwörungsideologische Friedensbündnis Bergstraße eine Friedenskundgebung in Rimbach. Schwerpunktthema der Versammlung war der Krieg im Gaza-Streifen. Dabei kam es auch zu Äußerungen von israelbezogenem Antisemitismus.

Quelle:
Video


Verschwörungsideologische Kundgebung

4. Oktober 2025/
Fürth (Odenwaldkreis)

Laut Eigendarstellung veranstaltete die verschwörungsideologische Gruppe „Bürgerinitiative Weschnitztal IFUS“ eine Protestaktion zum Thema Frieden. Dabei stehen ihre Anhänger*innen mit Schildern um einen Kreisel. Die Aktionsform findet häufig einmal im Monat statt.

Quelle:
Screenshot


Hakenkreuz-Schmierereien

6. Oktober 2025/
Pfungstadt (Darmstadt-Dieburg)

Laut Polizeimeldung bemerkte ein Zeuge am 6. Oktober zwei Hakenkreuze in einer Tiefgarage in der Citypassage in Pfungstadt. Nun ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6132715?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Hakenkreuz an Gedenktafel für eine ehemalige Synagoge

6. Oktober 2025/ 
Darmstadt

An der Gedenktafel für die Synagoge der orthodoxen jüdischen Gemeinde Darmstadt ist es zu einer Hakenkreuz-Schmiererei gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Schmiererei auf der Sichtschutzplane eines Bauzauns entdeckt.

Sowohl im Oktober 2024 als auch im Juni und September diesen Jahres ist es an der Gedenktafel zu ähnlich gelagerten Fällen gekommen. Die Stadt ließ daraufhin zwischenzeitlich den Sichtschutzzaun vor der Örtlichkeit errichten.

Die Gedenktafel erinnert an die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938, bei der die Synagoge vollständig zerstört wurde.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6132865?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Vandalismus und extrem rechte Parolen auf dem Münsterer Bolzplatz

8. Oktober 2025/
Münster (Darmstadt-Dieburg)

Auf dem Bolzplatz an der Schule auf der Aue in Münster kam es zu erheblichen Sachbeschädigungen. Zudem wurden nationalsozialistische Parolen in eine Holzbank geritzt.

Quelle:
https://www.echo-online.de/lokales/kreis-darmstadt-dieburg/muenster/vandalismus-und-rechte-parolen-auf-dem-muensterer-bolzplatz-5046618


Nationalistische Protestaktion

16. Oktober 2025/
Büttelborn (Groß-Gerau)                     

Unter dem Label „Miteinander für Hessen“ versammelten sich die Teilnehmenden zu einer „Brückenleuchten“ genannten Kundgebung auf einer Autobahnbrücke über der A67.

Die Aktionsform „Brückenleuchten“ wird seit Sommer 2024 in ganz Deutschland in der rechten Verschwörungsszene praktiziert. Dabei versammeln sich Aktivist*innen mit ihren PKWs auf Brücken, die über Autobahnen oder Schnellstraßen führen und für die Zeit der Aktion gesperrt werden. Sie schwenken Fahnen, vor allem Deutschlandfahnen, und zeigen den unter ihnen Durchfahrenden Transparente und Tafeln mit politischen Botschaften.

Die Aktionsform bietet die Möglichkeit, in einem sicheren, von der Polizei abgeschirmten Umfeld über mehrere Stunden mit einem kleinen Personenkreis vergleichsweise große Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Aktionen werden gefilmt und über Soziale Netzwerke und Videoportale verbreitet.

Vor allem ist das „Brückenleuchten“ ein sozialer Treffpunkt für den Kern der Szene. Es werden Essen und Getränke ausgegeben, bisweilen auch Tische, Bänke und Pavillons aufgebaut.

Quelle:
Screenshot


Hitlergruß und Flaschenwurf vor Synagoge – Eine vorläufige Festnahme

17. Oktober 2025/
Darmstadt

Vor der Synagoge in der Wilhelm-Glässing-Straße in Darmstadt war am frühen Morgen ein 25-jähriger Mann durch lautes Schreien aufgefallen. Nachdem eine Zeugin zudem beobachtet hatte, wie er eine Flasche in Richtung der Eingangstür der Synagoge warf, alarmierte sie die Polizei.

Eine sofort herbeigeeilte Streife nahm den Tatverdächtigen im Bereich der Kuppelkirche vorläufig fest. Nach ersten Ermittlungen soll der 25-Jährige vor der Synagoge auch mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben. Für weitere kriminalpolizeiliche Maßnahmen kam der Mann zunächst mit auf die Wache. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen und der versuchten Sachbeschädigung eingeleitet. Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6140013?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Extrem Rechter Mitarbeiter in Schwimmbad

22. Oktober 2025/
Darmstadt

Durch eine Recherche von Rhein-Main Rechtsaußen, wurde am 22. Oktober bekannt, dass das Jugendstilbad Darmstadt einen Mitarbeiter beschäftigte, der in der Vergangenheit Teil der militanten Neonazi-Szene war und sich noch immer im Umfeld der Identitären Bewegung und dem Spektrum der sogenannten „neuen Rechten“ bewegt. Nach Protesten aus der Zivilgesellschaft und breiter medialer Berichterstattung wurde das Beschäftigungsverhältnis mit dem Mitarbeiter beendet.

Quellen:
https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/10/22/der-bademeister/

https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/protestaktion-gegen-mutmasslich-rechtsextremen-bademeister-94044310.html

https://www.hessenschau.de/panorama/rechtsextremismus-vorwurf-jugendstilbad-darmstadt-trennt-sich-von-bademeister-v2,jugendstilbad-rechtsextremer-bademeister-100.html


Hakenkreuz-Schmierereien

25. Oktober 2026/
Bürstadt (Bergstraße)

Laut Polizeibericht wurden am 25. Oktober an einem Brückenpfeiler auf der B44 bei Bürstadt mehrere Hakenkreuze entdeckt. Nun ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6145720?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


SS-Runen auf Spielplatz

25. Oktober 2026/
Neckarsteinach (Bergstraße)

Am 25. Oktober besprühten bislang unbekannte Täter*innen unter anderem ein Spielhaus auf einem Spielplatz im Bachweg in Neckarsteinach. Bei den Motiven handelte es sich unter anderem um SS-Runen, weshalb nun der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen hat.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6146718?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Hakenkreuz-Schmiererei an Stadtverwaltung

28. Oktober 2025/
Lindenfels (Bergstraße)

Laut Polizeibericht wurden am 28. Oktober Schmierereien an der Hausfassade der Stadtverwaltung in der Burgstraße entdeckt und in der Folge die Polizei informiert. Bei den Motiven handelt es sich unter anderem um ein Hakenkreuz, weshalb nun der Staatsschutz ermittelt.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6147401?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Sachbeschädigung an Gedenkstätte für Synagoge

31. Oktober 2025/
Bensheim (Bergstraße)

Bislang unbekannte Täter*innen haben die Glasverkleidung des Synagogendenkmals an der Anne-Frank-Halle in der Nibelungenstraße in Bensheim beschädigt. Festgestellt wurden die Beschädigungen am 31. Oktober. Die Verkleidung weist mehrere Spannungsrisse auf.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6153960?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Verschwörungsideologische Kundgebung

1. November 2025/
Fürth (Odenwaldkreis)

Laut Eigendarstellung veranstaltete die verschwörungsideologische Gruppe „Bürgerinitiative Weschnitztal IFUS“ eine Protestaktion zum Thema Frieden. Dabei stehen ihre Anhänger*innen mit Schildern um einen Kreisel. Die Aktionsform findet häufig einmal im Monat statt.

Quelle:
Screenshot


Rassistische Beleidigungen beim Fußballspiel

2. November 2025/
Alsbach (Darmstadt-Dieburg)

Die rassistischen Beleidigungen eines Spielers durch einen Zuschauer führten zu einem Abbruch des Spieles zwischen dem FC Alsbach und dem TSV Altheim. In der Folge kam es zu Tumulten, bei denen eine Person stützte und sich eine Platzwunde am Kopf zuzog.

Quelle:
https://www.echo-online.de/sport/fussball/fussball-darmstadt-darmstadt-dieburg/rassismusvorwurf-beide-seiten-nach-spielabbruch-schockiert-5126253


Hakenkreuz an Geflüchtetenunterkunft

3. November 2025/
Weiterstadt (Darmstadt-Dieburg)

Laut Polizeibericht sprühten Unbekannte am 3. November ein Hakenkreuz an eine Unterkunft für Geflüchtete in Weiterstadt.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6153333?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Rassismus und Misshandlungen von Gefangenen in JVA

 5. November 2025/
Weiterstadt (Darmstadt-Dieburg)

Am 5. November veröffentliche die Hessenschau eine umfassende Recherche, wonach es in der JVA Weiterstadt über Jahre zu systematischem Rassismus und Sexismus sowie Misshandlungen von Gefangenen gekommen sei. So habe ein ehemaliger Mitarbeiter der JVA beim Betreten eines Büros mit der NS-Parole „Sieg Heil“ gegrüßt. In einem weiteren exemplarischen Fall sei das Namensschild eines JVA-Bediensteten mit Migrationshintergrund mit einem rassistischen Schriftzug beschmiert worden. Der Buchstabe „S“ soll dabei in Form einer Sigrune geschrieben worden sein. Gegen mehrere Beschäftige der JVA laufen Straf- oder Disziplinarverfahren. Das hessische Justizministerium erklärte, die Vorfälle sehr ernst zu nehmen. Gleichzeitig seien Anlaufstellen geschaffen und Disziplinarverfahren eröffnet worden.

Quelle:
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/rassismus-und-misshandlungen-in-jva-weiterstadt-das-system-ist-kaputt-v1,jva-weiterstadt-106.html#Arbeitssystem

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/rassismus-und-misshandlungen-in-jva-weiterstadt-das-system-ist-kaputt-v1,jva-weiterstadt-106.html


Hakenkreuze an Schule

6. November 2025/
Dieburg (Darmstadt-Dieburg)

Laut Polizeibericht kam es in der Nacht vom 6.  Auf den 7. November zu Hakenkreuz-Schmierereien an der Hauswand einer Schule in Dieburg

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6154696?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Nationalistische Protestaktion

6. November 2025/
Büttelborn (Groß-Gerau)                     

Unter dem Label „Miteinander für Hessen“ versammelten sich die Teilnehmenden zu einer „Brückenleuchten“ genannten Kundgebung auf einer Autobahnbrücke über der A67.

Die Aktionsform „Brückenleuchten“ wird seit Sommer 2024 in ganz Deutschland in der rechten Verschwörungsszene praktiziert. Dabei versammeln sich Aktivist*innen mit ihren PKWs auf Brücken, die über Autobahnen oder Schnellstraßen führen und für die Zeit der Aktion gesperrt werden. Sie schwenken Fahnen, vor allem Deutschlandfahnen, und zeigen den unter ihnen Durchfahrenden Transparente und Tafeln mit politischen Botschaften.

Die Aktionsform bietet die Möglichkeit, in einem sicheren, von der Polizei abgeschirmten Umfeld über mehrere Stunden mit einem kleinen Personenkreis vergleichsweise große Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Aktionen werden gefilmt und über Soziale Netzwerke und Videoportale verbreitet.

Vor allem ist das „Brückenleuchten“ ein sozialer Treffpunkt für den Kern der Szene. Es werden Essen und Getränke ausgegeben, bisweilen auch Tische, Bänke und Pavillons aufgebaut.

Quelle:
Screenshot


Nazi-Parolen gerufen, vorläufige Festnahme

12. November 2025/
Darmstadt

Laut Polizeibericht nahm eine Streife am 12. November einen 38-Jährigen im Rhönring fest und leitete ein Verfahren gegen ihn ein. Kurz vor Mitternacht alarmierten Zeug*innen die Polizei und meldeten einen Mann im Bereich einer dortigen Baustelle. Er soll an dieser randaliert und Naziparolen skandiert haben. Sofort herbeigeeilte Einsatzkräfte konnten den Beschriebenen vor Ort antreffen und vorläufig festnehmen.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6157370?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Nationalistische Protestaktion

20. November 2025/
Büttelborn (Groß-Gerau)                     

Unter dem Label „Miteinander für Hessen“ versammelten sich die Teilnehmenden zu einer „Brückenleuchten“ genannten Kundgebung auf einer Autobahnbrücke über der A67.

Die Aktionsform „Brückenleuchten“ wird seit Sommer 2024 in ganz Deutschland in der rechten Verschwörungsszene praktiziert. Dabei versammeln sich Aktivist*innen mit ihren PKWs auf Brücken, die über Autobahnen oder Schnellstraßen führen und für die Zeit der Aktion gesperrt werden. Sie schwenken Fahnen, vor allem Deutschlandfahnen, und zeigen den unter ihnen Durchfahrenden Transparente und Tafeln mit politischen Botschaften.

Die Aktionsform bietet die Möglichkeit, in einem sicheren, von der Polizei abgeschirmten Umfeld über mehrere Stunden mit einem kleinen Personenkreis vergleichsweise große Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Aktionen werden gefilmt und über Soziale Netzwerke und Videoportale verbreitet.

Vor allem ist das „Brückenleuchten“ ein sozialer Treffpunkt für den Kern der Szene. Es werden Essen und Getränke ausgegeben, bisweilen auch Tische, Bänke und Pavillons aufgebaut.

Quelle:
Screenshot


Nationalistische Protestaktion

4. Dezember 2025/
Büttelborn (Groß-Gerau)                     

Unter dem Label „Miteinander für Hessen“ versammelten sich die Teilnehmenden zu einer „Brückenleuchten“ genannten Kundgebung auf einer Autobahnbrücke über der A67.

Die Aktionsform „Brückenleuchten“ wird seit Sommer 2024 in ganz Deutschland in der rechten Verschwörungsszene praktiziert. Dabei versammeln sich Aktivist*innen mit ihren PKWs auf Brücken, die über Autobahnen oder Schnellstraßen führen und für die Zeit der Aktion gesperrt werden. Sie schwenken Fahnen, vor allem Deutschlandfahnen, und zeigen den unter ihnen Durchfahrenden Transparente und Tafeln mit politischen Botschaften.

Die Aktionsform bietet die Möglichkeit, in einem sicheren, von der Polizei abgeschirmten Umfeld über mehrere Stunden mit einem kleinen Personenkreis vergleichsweise große Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Aktionen werden gefilmt und über Soziale Netzwerke und Videoportale verbreitet.

Vor allem ist das „Brückenleuchten“ ein sozialer Treffpunkt für den Kern der Szene. Es werden Essen und Getränke ausgegeben, bisweilen auch Tische, Bänke und Pavillons aufgebaut.

Quelle:
Screenshot


Verbale Gewaltandrohung gegen linke Demo

5. Dezember 2025/
Bensheim (Bergstraße)         

Am 15. Dezember kam es am Rande einer linken Demonstration zu einer Konfrontation mit einem Passanten, der Teilnehmende der Versammlung verbal und körperlich attackierte. Zwei Mitarbeitende des städtischen Bauhofs, die die Konfrontation beobachteten, stellen sich nach Aussage der Demonstrationsteilnehmenden schützend vor den Passanten.

Quelle:
https://www.instagram.com/p/DR7SkiRjF_c/?img_index=1


Rassistische Drohungen gegen Verwaltungsmitarbeiter*in

7. Dezember 2025/
Pfungstadt (Darmstadt-Dieburg)    

Am 7. Dezember macht das Darmstädter Echo öffentlich, dass eine Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung Pfungstadt wiederholt Drohanrufe erhielt und rassistisch angefeindet wurde. In einem Fall sei ein Bürger gar persönlich im Stadthaus erschienen, um die Mitarbeiterin persönlich rassistisch zu beleidigen. Hintergrund der Übergriffe ist nach Ansicht der Stadt Pfungstadt der Unmut über eine Erhöhung der Straßenbeiträge. 

Quelle:
https://www.echo-online.de/lokales/kreis-darmstadt-dieburg/landkreis-darmstadt-dieburg/strassenbeitraege-drohungen-gegen-verwaltungsmitarbeiter


Queerfeindliche Beleidigungen und Morddrohungen bei Demonstration

13. Dezember 2025/
Darmstadt

Am Rande einer Demonstration am 13. Dezember auf dem Luisenplatz in Darmstadt kam es zu einer queerfeindlichen Beleidigung einer Demonstrationsteilnehmer*in durch einen vorbeigehenden Passanten. Der Mann bedrängte die Demonstrationsteilnehmer*innen zudem aggressiv. Als die hinzugezogenen Ordner*innen versuchten, die Situation zu deeskalieren, wurden auch diese von dem Mann beleidigt und mit dem Tod bedroht.

Quelle:
Augenzeug*innenbericht


Vorläufige Festnahme nach Hakenkreuz-Schmiererei an Baustelle

13. Dezember 2025/
Darmstadt

Laut Polizeimeldung verschafften sich vier Personen, darunter ein 15-Jähriger, am Abend des 13. Dezembers in der Orangerie im Bereich der Klappacher Straße über ein Baugerüst Zutritt auf das Dach eines Gebäudes. Auf dem Dach beschmierten sie mit roter sowie blauer Farbe den dort befindlichen Lüftungsschacht, unter anderem mit einem Hakenkreuz. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung nahm die Streife den 15-Jährigen vorläufig fest. Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizei in Darmstadt hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

Quelle:
Foto
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6179945?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Nazi-Symbole auf Schulhof geschmiert

13. Dezember 2025/
Darmstadt

Laut Polizeibericht beschmierten zwischen dem 13. und dem Morgen des 15. Dezember bislang unbekannte Täter*innen einen Schulhof in der Seekatzstraße mit Farbe. Bei den Motiven handelt es sich unter anderem um ein Nazisymbol.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6179911?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push


Rechter Schriftzug an Jugendzentrum geschmiert

17. Dezember 2025/
Darmstadt

Am 17. Dezember entdeckten die Mitarbeiter*innen eines Jugendzentrums in der Darmstraße einen rechten Schriftzug, der an den Schaukasten der Einrichtung geschmiert wurde.

Quelle:
Foto
Augenzeug*innenbericht


Nationalistische Protestaktion

18. Dezember 2025/
Büttelborn (Groß-Gerau)                     

Unter dem Label „Miteinander für Hessen“ versammelten sich die Teilnehmenden zu einer „Brückenleuchten“ genannten Kundgebung auf einer Autobahnbrücke über der A67.

Die Aktionsform „Brückenleuchten“ wird seit Sommer 2024 in ganz Deutschland in der rechten Verschwörungsszene praktiziert. Dabei versammeln sich Aktivist*innen mit ihren PKWs auf Brücken, die über Autobahnen oder Schnellstraßen führen und für die Zeit der Aktion gesperrt werden. Sie schwenken Fahnen, vor allem Deutschlandfahnen, und zeigen den unter ihnen Durchfahrenden Transparente und Tafeln mit politischen Botschaften.

Die Aktionsform bietet die Möglichkeit, in einem sicheren, von der Polizei abgeschirmten Umfeld über mehrere Stunden mit einem kleinen Personenkreis vergleichsweise große Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Aktionen werden gefilmt und über Soziale Netzwerke und Videoportale verbreitet.

Vor allem ist das „Brückenleuchten“ ein sozialer Treffpunkt für den Kern der Szene. Es werden Essen und Getränke ausgegeben, bisweilen auch Tische, Bänke und Pavillons aufgebaut.

Quelle:
Screenshot


Hakenkreuz-Schmierereien an Kita

19. Dezember 2025/
Münster (Darmstadt-Dieburg)         

Bislang unbekannte Täter*innen verunstalteten zwischen dem 19. und dem 22. Dezember eine Kita in der Gerhart-Hauptmann-Straße mit Farbschmierereien. Die Unbekannten besprühten die Außenfassade die Einrichtung mit mehreren Graffiti, darunter auch mit einem Hakenkreuz. Nun ermittelt der Staatsschutz wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6185151?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push