Veröffentlichung der Broschüre „Mir sagt keiner, was ich zu tun habe!“ – Die extreme Rechte im anti-autoritärem Gewand“

Die Regionalstelle Süd des Beratungsnetzwerks Hessen hat in Kooperation mit achtsegel – Büro für demokratische Kultur und politische Bildung im Netz  die Broschüre „Mir sagt keiner, was ich zu tun habe!“- Die extreme Rechte im anti-autoritärem Gewand“ herausgegeben.

Die Broschüre legt den Fokus auf die Gründe der Demokratiedistanzierung der Zivilgesellschaft, vermittelt Wissen über Unterwanderungsstrategien durch (extrem) rechte Akteur*innen und die Verknüpfung sozialer Themen und rechter Ideologie, zeitgleich will sie aber auch über Möglichkeiten von zivilgesellschaftlichem Engagement aufklären und Unterstützungsstrukturen vorstellen, die bei der Entwicklung von Handlungsstrategien für ein demokratisches Gemeinwesen zur Verfügung stehen.


Die letzten 3,5 Jahre Corona-Pandemie haben nicht nur bei vielen Menschen gesundheitliche Folgen hinterlassen, sondern auch das demokratische Miteinander der Gesellschaft und grundlegende Werte des Zusammenlebens in Frage gestellt. Die Bedrohungen von Politiker*innen, Ärzt*innen, Aktivist*innen und Mitarbeiter*innen in Covid Test-Centern sowie der Mord an Alexander W. in Idar-Oberstein im September 2021 sind die dramatischsten Auswirkungen.

Diese steigende Demokratiedistanzierung von Zivilgesellschaft bietet Anknüpfungspunkte für (extrem) rechten Ideologien. Verschiedene Akteur*innen der extremen Rechten nutzen diesen Zustand um zivilgesellschaftliche Gruppen zu „unterwandern“.

Anhand von Interviews werden die Verknüpfung von Vorkommnissen aus Südhessen und Expert*innenwissen zu den Phänomenbereichen „Querdenken“, „Rechte Esoterik“ und „Windgegner*innenproteste“ in den Fokus gestellt.

Insbesondere während der Pandemie wurde die Stärke von zivilgesellschaftlichem Engagement deutlich. Neben Solidaritätsbekundungen für Krankenhausmitarbeitende formierte sich wöchentlich in Darmstadt starker Protest gegen die „Querdenken“ Demonstrationen, um nur ein Beispiel zu nennen. Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und für eine plurale Gesellschaft ist in Zeiten, in denen die Zustimmung für rechtspopulistische Parteien auf kommunal-, landes- und bundespolitischer sowie europäischer Ebene, wächst, umso bedeutsamer. Daher werden zwei südhessische Initiativen und ihre Arbeit ebenfalls in Form von Interviews vorgestellt.

Für die Leser*innen gibt es abschließend Handlungsempfehlungen im Erkennen und Begegnen von rechten Unterwanderungsstrategien sowie eine Übersicht an Unterstützungsmöglichkeiten und die Vorstellung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Südhessen.

Die Broschüre „Mir sagt keiner was ich zu tun habe. Die extreme Rechte im anti-autoritärem Gewand“ steht unter folgendem Link zur Einsicht und zum Download bereit:

Broschüre „Mir sagt keiner, was ich zu tun habe. Die extreme Rechte im anti-autoritärem Gewand“

Exemplare der Printversion können unter kontakt@regionalstelle-sued.de bestellt werden.