Jahresrückblich Hessen 2025

Jahresbericht 2025: Regionalstelle Süd des Beratungsnetzwerks Hessen, MBT Nordhessen, MBT Osthessen

Schild auf dem CSD in Fulda am 12. Juli 2025. Foto: Roman Zipp

In Hessen waren im Jahre 2025 unterschiedliche (extrem) rechte Szenen, Strukturen und Akteur*innen aktiv. Im Folgenden möchten wir einen Überblick über zentrale Entwicklungen, Einschätzungen und Mobilisierungen geben. Wir betrachten in unserem Bericht verschiedene Szenen und Milieus separiert, auch wenn uns bewusst ist, dass diese nicht immer trennscharf voneinander abzugrenzen sind und es zwischen ihnen Überschneidungen gibt. Diese Trennung dient vor allem der besseren Übersichtlichkeit.Das Beratungsaufkommen als auch extrem rechte Mobilisierungen stiegen 2025 deutlich an, daher ist dieses Jahresbericht der umfangreichste, der bisher veröffentlicht wurde.

Ein besonderer Dank gilt auch in diesem Jahr stellvertretend für viele andere der Recherche-Plattform Rhein-Main Rechtsaußen sowie dem Dokunetzwerk Rhein-Main. Ohne die wichtige und kontinuierliche Arbeit von Recherche- und Dokumentations-Strukturen wäre das öffentliche Wissen über die (extreme) Rechte in Hessen deutlich geringer.

Die Normalisierung der AfD

Auch im 2025 gelang der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Hessen, trotz zahlreicher innerer Konflikte, Verwerfungen und Skandalen, eine kontinuierliche Konsolidierung und Normalisierung ihrer gesellschaftlichen Position.
Der Anfang des Jahres stand maßgeblich unter dem Eindruck der vorgezogenen Bundestagswahl und dem damit verbundenen

Wahlkampf. Das wichtigste Event für die AfD in Hessen bildete dabei der Auftritt der beiden Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla am 1. Februar in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg. Bei der von Protest begleiteten Veranstaltung ließ sich auch die Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung Erika Steinbach, sowie zahlreiche Landtagsabgeordnete der AfD blicken. Zu den Gästen zählten außerdem Christoph Barth von der rechten Klartext-Bürgerzeitung sowie Michael Hetzel und Marika Hartmann von Rhein-Main-steht-auf. [1]

Die Bundestagswahlen am 23. Februar wurden zu einem großen Erfolg für die hessische AfD. In beinahe allen Wahlkreisen konnte die Partei ihr Ergebnis der letzten Wahl verdoppeln. Hatten bei der Bundestagswahl 2021 noch 8,8 % der Wahlberechtigten in Hessen ihre Stimme der in Teilen extrem rechten Partei gegeben, waren es nun 17,8 %. Bei der Betrachtung der Wahlergebnisse ergibt sich ein starkes Gefälle zwischen ländlichen und urbanen Wahlkreisen. Die besten Ergebnisse konnte die Partei in den Landkreisen Main-Kinzig und Schwalm-Eder-Kreis erlangen. Dabei müssen die Wahlkreise Birstein und Hirzenhain erwähnt werden, in denen die AfD nicht nur stärkste Kraft wurde, sondern auch Ergebnisse jenseits der 30% Marke erreichen konnte. [2]

Im März 2025 startete die AfD in Fulda, unter anderem über ihre Social-Media-Kanäle, eine über Monate andauernde Kampagne gegen verschiedene Vereine der Zivilgesellschaft. Dabei behauptete sie immer wieder, dass es zu Unregelmäßigkeiten beziehungsweise massiven Begünstigung durch die Stadtverwaltung in der Finanzierung dieser Vereine gekommen sei. Der Partei gelang es dabei, durch ihr koordiniertes Vorgehen und altbekannter Narrative einen lokalen Vorgang auf eine bundesweite Bühne zu hieven. Nachdem die AfD am 17. März in der Stadtverordnetenversammlung erfolgreich einen Akteneinsichtsausschuss beantragt hatte, stellte sie am 26. März eine kleine Anfrage im Hessischen Landtag.[3] [4] Bereits im Jahr 2024 hatte die Bundestagsfraktion der AfD eine kleine Anfrage zu verschiedenen Vereinen in Fulda gestellt. Insbesondere der aus Fulda stammende Bundestagsabgeordnete Pierre Lamely tat sich bei diesen Vorgängen besonders hervor. So verknüpfte er das allgemeine Vorgehen der AfD gegen NGO´s immer wieder mit Beispielen aus Fulda, das setzte er auch 2025 so fort. Flankierte wurde das Vorgehen von Artikeln bei Tichys Einblick (21. August 2025) und Cicero (28. August 2025). Wenig überraschend übernahmen beide Magazine die Darstellungen der AfD völlig unkritisch und das, obwohl der Abschlussbericht des Akteneinsichtsausschuss die Behauptu ngen der AfD beinahe vollständig widerlegt hatte. Trotz deutlicher Kritik anderer Parteien in Fulda, blieb die AfD bei ihren Falschdarstellungen und äußerte bis zum Oktober 2025 immer neue Vorwürfe. [5] In dem gesamten Prozess lässt sich das für die AfD übliche Muster ihrer medialen Inszenierungen deutlich nachvollziehen. Neben der eigenen Inszenierung als Opfer von NGO`s sowie sogenannte Altparteien, nutzt sie eine massiv zugespitzte Rhetorik und stellt vage Vermutungen als Tatsachen dar. Dieses Vorgehen lässt sich an vielen Orten der Bundesrepublik beobachten, eine Besonderheit in Fulda ist allerdings der erfolgreich durchgesetzte Akteneinsichtsausschuss. Die Strategie dahinter ist eine mediale Aufregung und die Mobilisierung der eigenen Basis, denn die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses und die Fakten werden dann eher weniger zum Thema gemacht. Wer die Hoffnung hat, dass sich die AfD durch demokratische Einrichtungen wie die oben genannten Ausschüsse zu einer faktenbasierten Diskussion drängen lässt, wurde auch bei dieser Gelegenheit enttäuscht. [6]

Im Oktober wurde öffentlich, dass die AfD in Kassel auf ihrer Webseite zu neovölkischen und neonazistischen Inhalten verlinkte. Laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau fand sich darauf eine „Erklärung des Kreisvorstands Kassel-Stadt“. Darin heißt es, dass die AfD angesichts steigender Umfragewerte „ein neues Selbstbewusstsein“ entwickeln müsse, „das sich weder beugt noch einschüchtern lässt“. Weder der Verfassungsschutz noch grüne, rote oder schwarze „Vaterlandsverräter“ dürften den Kurs der Partei bestimmen, ebenso wenig dürfe die AfD zum „Spielball linksextrem gefärbter Medienhäuser wie der HNA oder des Hessischen Rundfunks“ werden. Gerade vor der Kommunalwahl müsse die AfD daher „Standhaftigkeit“ zeigen und die Unvereinbarkeitsliste kippen, die jahrelang „aufrechte Patrioten“ aus der Partei ferngehalten habe, so der Text weiter. Auf der bundesweit geltenden Unvereinbarkeitsliste steht eine große Zahl extrem rechter Organisationen, deren Mitglieder der AfD nicht beitreten dürfen.

Neben dieser „Erklärung“ fanden sich auf der Website Links zu einer Reihe extrem rechter Verlage und Medien, deren Bücher „ausdrücklich“ zur Lektüre empfohlen wurden. Dabei handelt es sich etwa um die Zeitschrift Sezession von Götz Kubitschek sowie den neonazistischen Sturmzeichen-Verlag. In einer weiteren Rubrik mit dem Titel „wichtige Verweise und Partnerorganisationen“ heißt es, der Kreisverband wolle auf „zwei nennenswerte Partner hinweisen, die uns und unserer Partei nahestehen“. Darunter finden sich Links zur Website der Identitären Bewegung und zum neonazistischen Thule-Seminar. Nachdem die dargestellten Inhalte öffentlich bekannt wurden, distanzierte sich der hessische Landesverband der AfD davon. Der Sprecher der AfD Kassel Thomas Schenk erklärte, dass die Inhalte ohne das Wissen des Kreisvorstands eingestellt worden wären, um dem Kreisverband zu schaden. Bis zum Redaktionsschluss dieses Beitrags ist die Webseite des Kreisverbands Kassel der AfD noch immer nicht aufrufbar.

Am 8. und 9. November hielt die hessische AfD ihren Landesparteitag in Neuhof ab. [8] Dabei wurden die beiden Landesvorsitzenden Robert Lambrou und Andreas Lichert in ihren Positionen bestätigt. Das der als eher gemäßigt geltende Lambrou dabei auf lediglich 74,1 % der Stimmen kam und der Vertreter des völkischen Flügels Lichert auf 88,6 %, verdeutlicht abermals die Kräfteverhältnisse innerhalb des hessischen Landesverbands. [9] Ein Blick auf die Tagesordnung machte aber auch einige Konflikte innerhalb der Partei deutlich. Insbesondere zwischen dem Offenbacher Kreisverband, in Person der Vorsitzenden Christin Thüne, der der Landesvorstand vorwirft, sich an der Parteikasse bereichert zu haben. In Neuhof wurde der gesamte Offenbacher Parteivorstand letztlich seines Amtes enthoben und durch einen vorübergehenden Vorstand ersetzt. [10]

Bei dem Gründungskongress der neuen AfD-Jugend am 29. November in Gießen nahm bundesweite, aber auch hessische Parteiprominenz teil. Das Grußwort des hessischen Landesverbandes sprach der völkische Landesvorsitzende Andreas Lichert. Unter den Gästen befanden sich auch Götz Kubitschek. Als Beisitzer in den Bundesvorstand der neuen Jugendorganisation wurde der aus Bad Vilbel kommende und von den hessischen Bundestagsabgeordneten Jan Nolte und Pierre Lamely protegierte Nafiur Rahman gewählt. [11] In Gießen gab sich die neue Jugendorganisation den Namen Generation Deutschland (GD). Die Gründung des hessischen Landesverbands der GD soll am 28. März 2026 in Fulda erfolgen.

Kurz vor Weihnachten kam es noch zu einem tätlichen Angriff durch den hessischen AfD Landtagsabgeordneten Johannes Marxen. Am 18. Dezember wurde Marxen während einer Demonstration in Brüssel dabei gefilmt wie er einem Menschen eine Fahnenstange ins Gesicht rammte. Eine strafrechtliche Verfolgung diesbezüglich ist bis heute nicht bekannt.

Mehrere hessischen AfD Politiker*innen wie z.B. Gerhart Schenk aus Bebra und Thomas Schenk aus Kassel nahmen an bundesweiten Veranstaltungen der neuen Rechten teil wie z.B. dem Vernetzungstreffen von Götz Kubischek in Schnellroda, ebenso reisten hessische AfDler*innen zum AfD-Bundesparteitag nach Riesa im Januar 2025.

Im September und Oktober des Jahres verlor die AfD zwei für sie maßgebliche Prozesse. Den Ersten am 26. September vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof. Dieser bestätigte das die Partei durch den Verfassungsschutz als „rechtsextremer Verdachtsfall” geführt werden darf und eine Beobachtung durch eben diesen akzeptieren müsse. [12] Den Zweiten am 22. Oktober vor dem hessischen Staatsgerichtshof. Dabei ging es um eines der zentralen Versprechungen der Hessischen AfD, nämlich die Einsetzung eines Corona Untersuchungsausschuss. Da der durch die Landtagsfraktion der AfD eingereichte Fragenkatalog, mit dem sich der Ausschuss auseinandersetzen sollte, nach Meinung der übrigen Parteien die Kompetenzen des Landtags überschreiten würde, wurde dieser zurückgewiesen. Anschließend reichte die AfD-Fraktion eine Klage beim Staatsgerichtshof ein, die dieser weitestgehend zurückwies. [13]

Das Revival der Heimat

Im Jahr 2025 erlebte die von einigen Beobachterinnen bereits tot gesagte neonazistische Partei Die Heimat (vormals NPD) ein kleines Revival. Zwar trat die Partei bei der Bundestagswahl nicht an, konnte jedoch einiges an Aktivitäten auf der Straße aufbringen. Die Gründe für die Revitalisierung der Heimat liegen vor allem daran, dass die jungen Neonazi-Gruppen wie z.B. Jung und Stark oder Deutsche Jugend Voran, die in den Jahren 2023 bis 2024 aufkamen, mittlerweile zu einem großen Teil in die Jungen Nationalisten (JN) – die Jugendorganisation der Partei – übergegangen sind.

Das Angebotsvakuum für rechtsorientierte Jugendliche, das durch die Auflösung der Jungen Alternative (JA) bis zur Neugründung der AfD Jugendorganisation Generation Deutschland entstanden ist, konnten Die Heimat, mit ihren Angeboten füllen.

2025 gelang es der Heimat und der JN in Hessen so wieder zu eigenen Versammlungen zu mobilisieren. Bereits im Januar protestierten etwa 20 Aktivist*innen aus dem Umfeld der Partei gegen einen Wahlkampfauftritt von Friedrich Merz (CDU) in Neuhof (Landkreis Fulda). Schwerpunkt ihrer Aktivitäten waren jedoch die Mobilisierungen gegen die CSDs in Wetzlar, Fulda und Friedberg, bei denen Heimat und JN im Rahmen ihrer bundesweiten Kampagne „Familie, Heimat & Nation statt CSD“ zu Protesten aufriefen. An den Versammlungen nahmen jeweils zwischen 35 und 50 Personen teil, darunter auch einige bundesweit aktive Funktionär*innen (Siehe Abschnitt CSD).

Im November rief die Partei anlässlich des Volkstrauertages zu einem „Gedenken“ in Staufenberg (Landkreis Gießen) auf. Daran nahmen etwa 35 Personen teil. Mit einem Fackelzug zogen die Neonazis von der Stadtmitte zum „Immelmann-Denkmal“. Max Immelmann war ein Jagdflieger im 1. Weltkrieg, der von der rechten Szene verherrlicht wird. Prominenter Redner der Versammlung war Thorsten Heise, stellvertretender Bundesvorsitzender der Heimat und langjähriger Neonazis aus dem militanten Milieu. [14]

Zur Unterstützung des Gründungskongresses der neue AfD Jugendorganisation zogen Mitglieder der JN am 27. November durch Gießen. Dabei hinterließen sie Plakate, Sticker und Flyer mit extrem rechter Propaganda. In einem Video dazu weist der Heimat Funktionär Thassilo Hantusch daraufhin, das auch die Jugendorganisation der NPD in Gießen gegründet worden sei und verweist auf eine historische und politische Kontinuität.

Über diese eigenen Versammlungen hinaus nahmen Vertreterinnen der Heimat auch an anderen Demonstrationen und Veranstaltungen teil, die nicht aus dem neonazistischen Milieu heraus mobilisiert wurden, um dort anzuknüpfen. Ein Beispiel für diese Versuche war unter anderem eine rassistische motivierte Demonstration im Juli in Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis) des Labels FrauenLaufen. [15] Im dortigen Schwimmbad hatten mehrere Männer Mädchen und junge Frauen sexuell belästigt. Dass die Tatverdächtigen Syrer waren, war für Rechte willkommener Anlass gegen Migration zu hetzen. Auch versuchte sich Die Heimat bei den Protesten gegen eine Betriebsschließung beim Stahlhersteller Buderus in Wetzlar öffentlichkeitswirksam zu inszenieren. Am traditionellen Ostermarsch in Fulda nahmen Vertreterinnen der Partei mit einem eigenen Transparent und in Kleidung mit Parteilogo teil, was im Anschluss eine Kontroverse im Organisator*innenkreis der Friedensdemonstration auslöste. [16]

Regionaler Schwerpunkt der Aktivitäten der Heimat blieb auch 2025 Mittelhessen. Hier war der die Partei mit einer Vielzahl von Infoständen oder kleineren Demonstrationsteilnahmen präsent.

Nach Recherchen von Rhein-Main Rechtsaußen fand im Mai ein überregionales Vernetzungstreffen der Neonaziszene an der Privatadresse des hessischen Heimat-Vorsitzenden Stefan Jagsch in Altenstadt (Landkreis Wetterau) statt. Angekündigt wurde dies als „Lagerverkauf“ der Neonazi-Labels und Online-Shops Homefront, Kampf der Nibelungen (KDN) und Sturmzeichen. An diesem Treffen nahmen bundesweite Kader aus dem extrem rechten Verlags, Kampfsport und Musik- und Bekleidungsszenen, teil. Den Abschluss des Tages bildete ein Konzert des rechten Liedermachers Daniel Strunk alias Renitenz. [17]

2025 veranstaltete die hessische Heimat eine Vielzahl an weitere Liederabende, Schulungstermine und Vernetzungsveranstaltungen. Die Recherche von Rhein-Main Rechtsaußen legt nahe, dass diese ebenfalls überwiegend an der Privatadresse von Jagsch stattfanden.

Im November urteilte das Verwaltungsgericht Gießen, dass die Sparkasse Wetzlar dem Bezirksverband Mittelhessen der Heimat ein Girokonto einrichten muss. Das Geldinstitut hatte einen Antrag auf Kontoeröffnung im September 2023 abgelehnt. Dies begründete das Gericht mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz, dem öffentlich-rechtliche Institutionen verpflichtet seien. [18]

Nur wenige Wochen später wurde bekannt, dass die Stadt Frankfurt ein bestehendes Arbeitsverhältnis mit Jagsch gekündigt habe. Dieser sei beim städtischen Jugendamt als Systemadministrator angestellt, jedoch bereits seit einigen Monat freigestellt gewesen. Anlass für die Kündigung sollen Verstöße gegen die Treuepflichten, die sich aus dem Beschäftigungsverhältnis bei der Stadt ergeben, gewesen sein. Die Kündigung wird derzeit vor dem Arbeitsgericht verhandelt.[19]

Meinolf Schönborn noch immer aktiv

Auch im Jahr 2025 war der Neonazi Meinolf Schönborn in Gieselwerder, einem Ortsteil der Gemeinde Wesertal (Landkreis Kassel), aktiv. Dabei diente die durch seinen Sohn 2020 erworbenen Immobilie als Schulungszentrum und Veranstaltungsort für die neonazistische Szene. Darüber hinaus soll auch ein „patriotisches Wohnprojekt” aufgebaut werden, indem inzwischen bereits zwischen vier und zehn Personen wohnen. Schönborn organisierte vom 22. bis zum 25. Mai ein Leserinnentreffen, der von ihm herausgegebenen völkischen Zeitschrift Recht und Wahrheit. Die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt, da ein Nutzungsverbot für den Saal durch die lokalen Behörden ausgesprochen wurde.

Trotz dieses Nutzungsverbotes konnte aber im Juli 2025 der Bundesparteitag der Nationaldemokratischen Partei Deutschland (NPD) stattfinden. Im Juni 2023 benannte sich die NPD in Die Heimat um und beschloss eine neue strategische Ausrichtung. Allerdings gingen nicht alle Landes- und Kreisverbände diesen Schritt mit. Einige spalteten sich ab. Im März 2024 gründete sich die NPD auf Bundesebene neu.

Meinolf Schönborn stand 2025 mehrmals vor Gericht: Ihm wurde vorgeworfen, im April 2024 einen Hitlergruß gezeigt zu haben. Damals fand ein Leserinnentreffen der Zeitung Recht und Wahrheit statt, bei dem der ehemalige Pfleger von Rudolf Heß geschichtsrevisionistische Lügen verbreitete. Vor Ort fand eine Kundgebung des Bündnisses Wesertal bleibt bunt statt. Schönborn soll in Richtung der Veranstaltung einen Hitlergruß gezeigt haben. Ebenso wurde Schönborn dahin gehend angeklagt, dass er holocaustverleugnende, geschichtsrevisionistische und volksverhetzende Inhalte über seinen vk-Account, ein Benutzerkonto für das größte russischsprachige soziale Netzwerk, verbreitet haben soll. Im Gerichtsprozess leugnete er alle Tatvorwürfe und verstrickte sich immer wieder in widersprüchliche Aussagen. Er wurde von Ariane Meise verteidigt, die auf Listenplatz 3 für Die Heimat 2024 zur Wahl des EU-Parlamentes angetreten war. Im ersten Gerichtsverfahren beim Amtsgericht Hofgeismar wurde er zu Volksverhetzung in zwei Fällen und der Darstellung von Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation zu neun Monaten Freiheitsstrafe mit drei Jahre Bewährung sowie 600 Euro Geldstrafe verurteilt. Dagegen legte Schönborn Berufung ein. Die Strafkammer des Landgerichts Kassel verurteilte Schönborn im Berufungsprozess nur zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 20 Euro, da einer der vk Posts aus ihrer Sicht nicht unter Volksverhetzung fiel. Ebenso wurde die Freiheitsstrafe erlassen.

Die Anti-CSD-Proteste als gemeinsamer Mobilisierungsmoment unterschiedlicher (extrem) rechter Szenen

Im Rahmen einer Kampagne mit dem Namen „Familie, Heimat & Nation statt CSD“ mobilisierten Die Heimat und die JN 2025 gegen verschiedene CSDs im ganzen Bundesgebiet. In Hessen waren davon die CSDs in Wetzlar [20], Fulda [21] und Friedberg [22] betroffen. An den Protesten nahmen jeweils zwischen 35 und 50 Personen teil. Darunter waren auch bundesweite Funktionär*innen von Heimat und JN. So nahm an den Protesten in Wetzlar zum Beispiel der bekannte JN-Aktivist Lois Wagner teil. Nach Fulda reiste der Bundesvorsitzende der Heimat Peter Schreiber und nach Friedberg der Inhaber des neonazistisches Sturmzeichen-Verlags und
Herausgeber der Zeitschrift N.S. Heute, Sascha Krolzig. Auch die JN-Aktivistin Lilly Baginski, die unter dem Namen „Anio“ als neonazistische Influencerin auf Tik Tok und Instagram aktiv ist, beteiligte sich an den Protesten in Wetzlar, Fulda und Friedberg.

Auch Aktivistinnen aus der rechten Verschwörungsszene folgten den Anti-CSD-Mobilisierungen der Neonazis. So nahmen zum Beispiel in Friedberg Aktivistinnen der mittlerweile offiziell aufgelösten Gruppierung Rhein-Main-steht-auf (RMSA) an den Anti-CSD-Protesten teil. RMSA hatte seinen Schwerpunkt im Raum Aschaffenburg/Miltenberg und organisierte in den vergangenen Jahren Aufzüge mit verschwörungsideologischen und rechten Inhalten. Der Rückgang der Aktivitäten von RMSA bewirkte, dass sich ein Teil ihrer Aktiven stärker am neonazistischen Spektrum orientierten und mittlerweile an deren Aktionen teilnimmt. Zusätzlich reisten Aktivist*nnen der Neonazi-Gruppe Aryan People Resistance (APR) aus Nürnberg mit einem eigenen Transparent an. Die APR ist vor allem in Franken und Sachsen aktiv. [23]

Auch die bundesweit agierende evangelikale Sekte Werde Licht mit Sitz in Soltau (Niedersachsen) protestierte mit einem Infostand an der Aufzugstrecke gegen den CSD in Wetzlar. An diesem beteiligten sich acht Personen. [24]

Eine Besonderheit bildete der Protest gegen den CSD in Bensheim (Landkreis Bergstraße). Die Organisation fand hier nicht durch Die Heimat statt. Erst wenige Tage vor der Parade tauchte in den sozialen Medien ein improvisiert wirkendes „Share Pic“ auf, dass von der Aufmachung an die Kampagne von Heimat und JN erinnerte und zum Protest gegen den CSD aufrief. Das „Share Pic“ suggerierte, dass der Gegenprotest von einer Gruppe organisiert werde, die sich Deutsch Nationale Jugend – kurz DNJ – nenne. Vor und nach dem Protest in Bensheim ist die Gruppe nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten, weshalb davon ausgegangen werden muss, dass diese in Wirklichkeit nicht existiert.

Dem Aufruf folgten schließlich neun, teilweise sehr junge Neonazis. Dadurch bot sich ein anderes Bild als bei den Anti-CSD-Protesten in Wetzlar, Fulda oder Friedberg, die wesentlich von der Partei Die Heimat getragen wurden. [25] Einige der ausschließlich männlichen Teilnehmer fielen durch wüste Pöbeleien auf, weswegen es zu mehrfachen Ansprachen der Polizei kam. Insbesondere der Ausruf »Heute Walter Lübcke, morgen Deine Mutter«, gefolgt von der Aussage, es sei gutzuheißen, dass der Kasseler Regierungspräsident 2019 von einem Neonazi ermordet wurde, verbreitete sich im Nachgang des Protestes rasant in den sozialen Netzwerken. Der Videoblogger „Hessencam“ dokumentierte die Pöbelleien. Auch in der Neonazi-Szene wurde das Auftreten der neun jungen Neonazis im Anschluss kontrovers diskutiert. Mehrere etablierte Neonazi-Kader distanzierten sich davon. [26]

Auch wenn die reale Teilnehmendenzahl bei den Anti-CSD-Protesten in Hessen sehr gering ausfiel, können martialische Mobilisierungen zu Bedrohungsgefühlen und realen Gefährdungslagen bei den Organisatorinnen und Teilnehmenden der CSDs führen. Anders als in vergangenen Jahren können CSDs nicht mehr als selbstverständlicher Empowerment-Raum für die queere Community verstanden werden. Auch wenn insbesondere kleinere CSDs 2025 mehr Solidarität aus den umliegenden Großstädten erfahren haben, mussten sich die Organisatorinnen mehr mit Sicherheitskonzepten und teilweise auch mit der Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden befassen, um sich und die Teilnehmenden zu schützen. Viele Teams der Mobilen Beratung haben CSD-Organisationen dabei unterstützt. Queerfeindliche und antifeministisch motivierte An- und Übergriffe steigen kontinuierlich an, auch vor und nach CSDs. Entwarnung kann daher nicht gegeben werden.

Das Ende der Jungnazi-Gruppen?

Wie wir im Abschnitt zur JN bereits betont haben, ist es dieser in Hessen gelungen große Teile aus dem Spektrum der seit 2024 entstandenen Jugendgruppen wie z.B. Jung & Stark (JS) oder Deutsche Jugend Voran (DJV) an sich zu binden. Eigenständige Aktionen außerhalb des Einflussbereiches von JN und Heimat waren 2025 nur noch selten zu beobachten. Nach wie vor existieren verschiedenste Social Media Kanäle, die auf den ersten Blick vielleicht eine virulente und vielfältige Szene vermuten lassen. Allerdings finden sich bei vielen dieser Kanäle wie z.B.: freischarhessen, hessenrevolte, djv.hessen, vogelsberg.revolte entweder kaum oder gar keine eigenen Inhalte, dafür aber fast immer Verweise zur Aktionen der JN. Damit wollen wir nicht das Gefahrenpotential des Jung-Neonazistischen Milieus in Hessen runterspielen, zahlreiche Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen die enorme Gewaltbereitschaft die von Einzelpersonen oder Gruppen dieses Spektrums ausgehen. Dennoch scheint dieses in Hessen momentan nicht in der Lage zu sein, dauerhaft arbeitende Strukturen außerhalb der Partei Die Heimat aufzubauen.

Über das Jahr hinweg kam es folglich nur noch vereinzelt zu selbständigen Aktionen oder der Teilnahme an Demos aus den Reihen von Jung & Stark oder andere Jugendgruppen. Nicht selten handelte es sich dabei um eine kleine Gruppe Jugendliche die Transparente oder, wie z.B. am Tag vor dem Gründungskongress der neuen AfD Jugend, Deutschlandfahnen an Autobrücken anbringt und davon Bilder auf Instagram präsentiert. Als etwas aktionsorientierter muss der Versuch von Jugendlichen, die schon öfter im Zusammenhang von JS in Erscheinung traten, gewertet werden am 8. Februar in Gießen eine linke Demo gegen Rassismus zu stören. Allerdings wurde die kleine Gruppe bereits am Bahnhof von der Polizei festgesetzt und wieder Nachhause geschickt. [27] Sowohl am 22. März als auch am 27. April nahmen kleinere Gruppen von Jugendlichen aus dem Spektrum von JS an den Gemeinsam für Deutschland-Demonstrationen in Frankfurt teil. Diese waren teilweise deutlich zu erkennen an Devotionalien von JS. [28] Ähnliche Gruppen tauchten auch immer wieder bei den Protesten von Heimat und JN gegen CSD’s in Hessen auf. Außerdem waren sie am 25. Januar gemeinsam mit Kadern der Heimat bei einer Demonstration gegen einen Wahlkampfauftritt von Friedrich Merz zu sehen und am 1. Mai in Gera. [29] Bei diesen Aktionen und Demonstration sticht meistens der Heimat und JN-Funktionär Tassilo Hantusch heraus.

Im Mai lies die Bundesanwaltschaft in mehreren Bundesländern mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer*innen einer rechten Terrorzelle festnehmen. Die Gruppe nannte sich Letzte Verteidigungswelle (L.V.W). Laut Bundesanwaltschaft wollten sie durch Gewalttaten einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in der Bundesrepublik Deutschland herbeiführen. Zu solchen Taten zählen laut Bundesanwaltschaft insbesondere Brand- und Sprengstoffanschläge auf Geflüchteten sowie Einrichtungen des politisch linken Spektrums. Dabei habe man den Tod von Menschen in Kauf genommen. In Hessen wurde dabei ein 14-Jähriger aus dem Gebiet um Haiger (Lahn-Dill-Kreis) festgenommen. Er soll für den Anführer der Terrorgruppe eine Rede geschrieben haben, um zu weiteren Anschlägen aufzurufen. Im Derzember erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen sieben mutmaßliche Mitglieder der Gruppe, darunter auch den Jugendlichen aus dem Lahn-Dill-Kreis. Das Verfahren wird ab März vor dem Obderlandgericht Hamburg stattfinden.

Für einige Aufregung im Landkreis Kassel sorgte eine Zeltlager des Westdeutschen Ablegers Der Störtrupp. Vermutlich waren dabei unter anderem der Neonazi-Kader Daniel Kokett aus Lepoldshöhe in Nordrhein-Westfalen anwesend. Es ist davon auszugehen das die ansonsten vor allem aus jungen Männern bestandene Gruppe, größtenteils auch aus Nordrhein-Westfalen stammte. Die Gruppe hatte sich vom 12.-14. September auf dem Zeltplatz des Wasserschloss Wülmersen eingemietet. Dabei entstand ein Propaganda Video in dem man junge Männer u.a. bei Kampfsport Übungen, wandern, grillen und mit Feuerwerk und Deutschland Fahne für Fotos posieren sieht. Andere anwesende Gruppen beschrieben die Situation als bedrohlich und äußerst unangenehm. Für das junge Neo Nazi Spektrum bilden solche Zeltlager wichtige gemeinschaftsstiftende Erfahrungen, deshalb ist davon auszugehen, dass es auch in Hessen immer wieder zu ähnlichen Ereignissen kommen wird. Für die Verwaltung solcher Zeltplätze ist es natürlich sehr schwer im Vorhinein solche Gruppen zu identifizieren, dennoch kann es hilfreich sein sich über die Erlebniswelt, die Codes und Zeichen der aktuellen Neo-Nazi Szene zu informieren. Dafür stehen wir als Mobile Beratungsteams sehr gerne zur Verfügung.

Weitermachen im Kleinklein – Die rechte Verschwörungsszene

Auch 2025 fanden wieder vielfältige Aktionen der rechten Verschwörungsszene statt. Schwerpunkt der Aktivitäten ist dabei Südhessen und das Rhein-Main-Gebiet. Während in den Jahren 2020 bis 2023 die Corona-Pandemie die Veranstaltungen noch dominierte, wendet sich die Szene nun zunehmend anderen Themen zu, wie beispielsweise der Frage von Krieg und Frieden, einem angeblichen “Klimaschwindel” und anderen Themen mit antifeministischen Positionen. Die Szene zerfasert zunehmend, wird unübersichtlich und versucht über eine immense Zahl an Veranstaltungen, Gruppennamen und Labels eine gewisse Größe und Breite zu simulieren. Allein in Frankfurt finden mehrmals die Woche Versammlungen statt. In Wahrheit sind die vielfältigen Veranstaltungen der Szene jedoch recht klein und auch über Monate hinweg geplante »Großveranstaltungen« erreichen kaum mehr als wenige hunderte Personen und selten über das eigene Kernklientel hinaus. Im Zentrum der Aktivitäten stehen häufig die verschwörungsideologische Kleinpartei DieBasis, die Klartext-Bürgerzeitung um den Aktivisten Christoph Barth sowie die Ende 2025 offiziell aufgelöste Gruppe Rhein-Main-steht-auf um Michael Hetzel. Die Szene darf dabei keineswegs isoliert betrachtet werden. Zunehmend gibt es starke Überschneidungen zum Reichsbürger-Milieu, zur AfD oder anderen (extrem) rechten Gruppen.

Im März 2025 entstand unter dem Namen Gemeinsam für Deutschland (GfD) ein neues Label der Szene. Dieses entstand aus einer rechten Vernetzung in WhatsApp-Gruppen sowie Telegram- und TikTok-Kanälen. GfD verfolgt das Konzept, an einem festgelegten Tag im Monat in jedem Bundesland einen Aufzug durchzuführen. Die etablierten Gruppen der rechten Verschwörungsszene im Rhein-Main-Gebiet nahmen das Label zunächst als Konkurrenz wahr. Später beteiligten sie sich jedoch an der Organisation der Aufzüge. Die erste GfD-Demonstration fand am 22. März in Frankfurt statt. [30] Daran nahmen etwa 400 Personen teil. Bis September fanden acht GfD-Aufzüge in Frankfurt statt. Nach diesen anfänglichen Mobilisierungserfolgen gingen die Teilnehmendenzahlen massiv zurück und Personen, die nicht dem harten Kern der Szene angehören, blieben den Demonstrationen fern. Einige Aufzüge mussten aufgrund antifaschistischer Proteste abgebrochen oder verkürzt werden. Inhaltlich reihten sich die Demonstration in das übliche Themenspektrum der Szene ein: Gegen Linke, Einwanderung und Geschlechterdiversität, für Ordnung und Sicherheit. Es wurden die Erzählungen von »Coronalüge« und »Klimalüge« verbreitet und politische Gegnerinnen mit dem Faschismus-Vorwurf überzogen. Zum Jahreswechsel kündigten die Organisatorinnen an, vorerst keine Versammlungen unter dem Label GfD mehr durchzuführen. [31]

Im Juli trat mit FrauenLaufen ein weiteres neues Label der Szene in Erscheinung. Die rechte Initiative formierte sich infolge eines Vorfalles in einem Schwimmbad in Gelnhausen. Mehrere Männer hatten dort Mädchen und junge Frauen sexuell belästigt (s. Abschnitt zur “Die Heimat” und JN). 2025 fanden drei Demonstrationen in Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis), Hofheim (Main-Taunus-Kreis) und Frankfurt unter diesem Label statt. Der Kreis der Teilnehmenden rekrutiert auch hier aus dem Kern der rechten Verschwörungsszene im Rhein-Main-Gebiet. Die Redner*innen stellten sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder als ein in erster Linie aus dem arabischen Raum importiertes Problem dar und behaupteten, dass diese Gewalt ab 2015 durch Migration sprunghaft zugenommen habe. Eine weitere inhaltliche Säule von FrauenLaufen ist Antifeminismus. Die Teilnehmenden sehen im Frausein eine rein biologische Realität. Eine binäre Geschlechterordnung und heterosexuelle Identität sind für sie Gesetz der Natur. Feminist*innen sind für sie Gegner*innen im Kampf darum, wer in der Gesellschaft die »echte« Weiblichkeit verkörpert. [32]

Vier Jahre nach einer großen Demonstration der rechten Verschwörungsszene in Kassel mit 20.000 Teilnehmenden fand im März erneut eine Versammlung in der Stadt satt, die an den Aufzug von 2021 anknüpfen sollte. Organisiert wurde dieser aus den Reihen der Partei DieBasis. Die Veranstalter*innen rechneten mit bis zu 5.000 Teilnehmenden, dem Aufruf zum „Fest der Demokratie“ folgten jedoch nur etwa 200 Personen. Prominenter Redner war der ehemalige Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm, der eine Fusion des Bündnisses Sahra Wagenknecht mit der AfD forderte. [33]

Im April sprach Dehm bei einem „Ostermarsch“ der rechten Verschwörungsszene im südhessischen Bensheim. Dort relativierte er die rassistische Bedeutung des Gebrauchs des N- und Z-Wortes und forderte, dass die Friedensbewegung die „Brandmauer“ zur extremen Rrechten abbauen müsse. Zum Abschluss sang er eine eigene Interpretation des Deutschlandlieds mit allen drei Strophen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom verschwörungsideologischen Friedensbündnis Bergstraße. Etwa 200 Personen nahmen teil. Aktive oder Initiativen der klassischen Friedensbewegung wie Gewerkschaften oder Parteien blieben der Veranstaltung fern. [34][35]

Im Juni fand im Lahn-Dill-Kreis ein „Zuschauertreffen“ des rechten YouTubers Thomas Grabinger alias “Digitaler Chronist” statt. Ursprünglich wurde für das Treffen in ein Hotel in Bischoffen eingeladen. Nach Protesten und der Ankündigung von Gegenprotest sagte der Hotelbetreiber die Veranstaltung nach eigener Aussage ab. Die Teilnehmenden versammelten sich schließlich in einer Bar im benachbarten Herborn. Am Abend kamen die Gäste dann jedoch zu einem lockeren Empfang auf der Außenterrasse des Hotels zusammen. An dem Treffen beteiligten sich etwa 250 Personen. [36]

Für größeres Aufsehen sorgte ein geplanter „Schweigemarsch“ am 11. September anlässlich des Jahrestags der sogenannten „Brandnacht“ in Darmstadt, der aus dem Kern der rechten Verschwörungsszene im Rhein-Main-Gebiet heraus organisiert wurde. In der „Brandnacht“ vom 11. auf den 12. September 1944 wurde die Altstadt von Darmstadt durch einen britischen Luftangriff der Royal Air Force nahezu vollständig zerstört. Dabei verloren über 11.000 Menschen ihr Leben. Diese Zerstörung wird von rechten Gruppen als Teil einer Opfer-Täter-Umkehr genutzt, da sie oft aus dem Kontext des umfassenden Angriffskriegs, der systematischen Diskriminierung, der Ausbeutung, der Zwangsarbeit und des Holocausts herausgelöst wird. Die Stadt Darmstadt hatte im Vorfeld vergeblich versucht,den Aufzug zu verbieten. An der Versammlung selbst beteiligten sich schließlich 20 Teilnehmende aus dem rechten, verschwörungsideologischen, neonazistischen und Reichsbürger*innen-Milieu. Etwa 1000 Menschen nahmen an einer Gegendemonstration teil, so dass der rechte „Schweigemarsch“ blockiert und sich nicht in Bewegung setzen konnte. [37]

Hessen hat eine virulente Reichsbürger*innen-Szene

Auch die Reichsbürger*innen-Szene ist Hessen nach wie vor recht virulent. Bereits seit Mai 2024 läuft vor dem Oberlandgericht (OLG) Frankfurt das Verfahren gegen die neun Hauptangeklagten der Reichsbürger-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß. Während in Frankfurt der Führungsriege der Gruppe der Prozess gemacht wird, sind in Stuttgart deren „militärische Arm“ und in München
weitere Mitglieder angeklagt. Der in drei Verfahren aufgeteilte Komplex stellt das größte Anti-Terrorverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik dar. Der Prozess wird sich voraussichtliche über mehrere Jahre hinziehen. Die Verfahren laufen jedoch schleppend und die öffentliche Aufmerksamkeit ist mittlerweile weitgehend gering. Im Dezember 2025 wurde die in Frankfurt angeklagte und dort lebende Vitalia B. – die Lebensgefährtin von Prinz Reuß – nach drei Jahren aus der Untersuchungshaft entlassen. [44] Bereits im November verstarb die in München angeklagte Ruth L. aus Heppenheim (Landkreis Bergstraße). Medieninformationen zur Folge war L. schwer erkrankt und wurde deshalb bereits im Sommer aus der Untersuchungshaft entlassen. [45]

Seit dem Prozessauftakt verfolgen regelmäßig Personen aus der Reichsbürger- und rechten Verschwörungsszene die Verhandlungstage. Immer wieder kam es zu öffentlichen Sympathie-Bekundungen mit den Angeklagten. So zog am 12. Juli ein Demonstrationszug vom Friedberger Platz im Frankfurter Nordend zur Justizvollzugsanstalt (JVA) in Frankfurt-Preungesheim. Dort ist der ehemalige Bundeswehr-Oberst und QAnon-Anhänger Maximilian E. inhaftiert. E.der ist einer der Hauptangeklagten im Frankfurter Prozess. [46] Nur einen Tag später nach dem Frankfurter Aufzug, am 13. Juli, versammelten sich AnhängerInnen der Gruppe Reuß am Medienschiff in Weiterstadt (Lkr. Darmstadt-Dieburg) zu einer Mahnwache, um Solidarität mit dem ehemaligen Polizisten Michael F. zu bekunden. Auch F. war eine führende Person der Gruppe um Prinz Reuß und befindet sich in Weiterstadt in Untersuchungshaft. [47] F. und E. dienen der Szene als Symbolfiguren einer angeblichen staatlichen Verfolgung aufrechter Patriotinnen und eines »Schauprozesses«, der in Frankfurt geführt würde.

Im Mai wurde die sektenartige Gruppierung Königreich Deutschland (KRD) durch das Bundesinnenministerium verboten. Im KRD werden esoterische und antisemitische Vorstellungen mit der Reichsbürgerinnen-Ideologie vermengt. Mit dem Vollzug des Verbots fanden Razzien in sieben Bundesländern statt. Hessen war nicht darunter obwohl es auch hier feste Strukturen des KRD gab. Die Recherche-Plattform Rhein-Main Rechtsaußen ordnet eine Vielzahl von Vereinen, Unternehmen und Einzelpersonen dem KRD-Netzwerk zu. Darunter den Verein Lebensglück e.V., der 2023 versuchte, in einem Ladenlokal im Frankfurter Stadtteil Riederwald einen Treffpunkt der Szene zu etablieren. Nach massiven Protesten der Zivilgesellschaft musste das Projekt aufgegeben werden. Lebensglück e.V. wurde durch die Verfügung des Innenministeriums ebenfalls verboten. Trotzdem fanden keine Durchsuchungen am Sitz des Vereins in Bad Vilbel oder an den Privatadressen der Vereinsvorsitzenden statt. [48]

Ebenfalls betroffen von dem Verbot war die KRD-Fantasie-Bank GemeinwohlKasse, bei der die „Mitglieder“ des KRD ihr Geld anlegen sollten. Nach Recherchen von Rhein-Main Rechtsaußen befandensicheinelokale „Filialen“ der GemeinwohlKasse in dem Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis. Auch hier fanden keine Durchsuchungen statt. [49] Dies lässt vermuten, dass das Verbot des KRD-Netzwerks von den Sicherheitsbehörden nur halbherzig umgesetzt wurde.

Deutlich konsequenter zeigten sich die Behörden bei einer Razzia im November. In fünf Bundesländern, darunter auch Hessen, wurden Liegenschaften einer Gruppe durchsucht, die falsche „Reichsbürger-Ausweise“ und Fahrerlaubnisse ausgestellt und diese in großen Mengen gedruckt habe. In Hessen fand eine Durchsuchung im Wetteraukreis statt. [50]

Darüber hinaus finden in Hessen regelmäßig kleinere Veranstaltungen wie Vorträge oder Netzwerktreffen der Reichsbürger*innen-Szene statt. Die meisten dieser Treffen finden unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der Öffentlichkeit statt. Insbesondere die Gruppierungen Vaterländischer Hilfsdienst und Verband Deutscher Wahlkommissionen (VDWK) führen regelmäßig Veranstaltungen in Hessen durch. Ein Beispiel hierfür ist ein Vortrag, den der VDWK im November im Main-Kinzig-Kreis organisierte.

Antisemitische Vorfälle in Hessen

Im Jahr 2025 hat der Antisemitismus in Hessen eine besorgniserregende Entwicklung genommen Im Jahr 2025 wurden nicht nur die Zahlen, sondern auch die Vielfalt der Vorfälle sichtbar: Von Schmierereien wie „Israel Terrorist“ mit Nazi-Symbolik an Wänden in Marburg, über antisemitische Parolen bei Demonstrationen bis hin zu gezielten Anfeindungen in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Hochschulen. Besonders betroffen sind auch jüdische Studierende und Schüler:innen, die vermehrt mit israelbezogenem Antisemitismus konfrontiert werden. Die Jüdische Gemeinde Hessen meldet zudem eine Zunahme von Vorfällen bei kulturellen Veranstaltungen, etwa bei der Forderung nach Ausladung von Künstlern wegen vermeintlicher antisemitischer Äußerungen. [51] [52] [53] [54] [55] [56]. Eine ausführliche Analsyse und Übersicht der Vorfälle findet sich bei den Kolleg*innen von RIAS Hessen.

Die wachsame Zivilgesellschaft

Die demokratische und antifaschistische Zivilgesellschaft in Hessen hat sich auch in diesem Jahr nicht unterkriegen lassen und erneut wichtige Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und die extreme Rechte gesetzt. Dabei kam es, über das ganze Jahr hinweg, an verschiedenen Orten zu großen Mobilisierungen gegen Aufzüge und Veranstaltungen der extrem rechten Szene. Aber nicht nur bei großen Demonstrationen auf der Straße zeigt sich das Engagement vieler Menschen in Hessen, sondern auch bei den vielen nachbarschaftliche Initiativen, demokratischen und antifaschistischen Bündnissen, Veranstaltungsreihen und der ehrenamtlichen Arbeit für Geflüchtete. Dabei waren die Wahlergebnisse der in Teilen als “rechtsextrem” eingestuften AfD für viele Menschen mit Sicherheit ein Schock, sie verdeutlichten aber auch die Notwendigkeit einer starken Zivilgesellschaft.

In diesem Jahr registrierte die Teams der Mobilenberatung in Nord-, Ost- und Südhessen deutlich mehr Anfragen aus Schulen. Die Gründe dafür liegen zum einen in einer erhöhten Anzahl extrem rechter und menschenfeindlicher Vorfällen, Aktionen, Äußerungen und Delikte im schulischen Bereich und zum anderen in einer erhöhten Aufmerksamkeit durch engagierte Lehrer*innen.

Ob bei Protesten gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Neu Isenburg oder bei den Protesten in Gießen gegen die Gründung der Generation Deutschland, an vielen Orten gingen tausende Menschen, oft deutlich mehr als erwartet, auf die Straße, um ein klares Signal für Menschenrechte und gegen Rassismus zu setzen. Insbesondere bei den vielen CSD’s in Hessen ließ sich ein deutlicher Zulauf bei den Teinehmer*innenzahlen beobachten. Vielen Menschen war es offensichtlich ein Anliegen den queerfeindlichen Aktionen der extremen Rechten ein deutliches Zeichen der Solidarität entgegen zu setzen. Trotzdem zeigen die Aktionen, wie die der AfD in Fulda und die gesellschaftlichen Debatten rund um die Finanzierung demokratischer NGO’s und den Beratungsstellen für Betroffene von Rassismus und Antisemitismus, das die Zivilgesellschaft unter enormen Druck steht. Diesem zum Trotz registrieren wir bei vielen Beratungsnehmenden einen großen Willen zum Weiter machen. Auch im Jahr 2026 werden wieder über all in Hessen engagierte Menschen deutliche Zeichen gegen die extreme Rechte setzen und für eine demokratische und solidarische Gesellschaft einstehen.

Quellen

[1]https://www.dokunetzwerk.org/2025/02/01/wahlkampfveranstaltung-der-afd-mit-alice-weidel/
[2]https://wahlen.hessen-bw25.23degrees.eu/wk/000000000/overview
[3]https://www.fulda.de/d67/10_Hauptamt/pdf_anfragen_antraege/2025/2025_03_31/16-22_Antworten_Anfragen_SV_2025-03-31_schriftlich_beantwortet.pdf
[4]https://starweb.hessen.de/cache/DRS/21/2/02092.pdf
[5]CDU-Stadtfraktion erhebt schwere Vorwürfe gegenüber der AfD – Osthessen|News
[6]https://osthessen-news.de/n11781487/konflikt-um-foerdergelder-sorgt-fuer-eklat-parteien-kritisieren-afd-vorgehen.html
[7]https://www.dokunetzwerk.org/2025/07/05/extrem-rechtes-vernetzungstreffen-in-schnellroda-2/
[8]https://www.dokunetzwerk.org/2025/11/08/landesparteitag-der-afd-hessen-in-neuhof/
[9]https://www.hessenschau.de/politik/kommunalwahlen/hessen-afd-waehlt-fuehrungsspitze-mit-lambrou-und-lichert-wieder-v4,afd-hessen-parteitag-neuhof-100.html
[10]https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-die-hessische-afd-trotz-niederlagen-haeufig-vor-gericht-zieht-accg-200409268.html
[11]https://www.dokunetzwerk.org/2025/11/29/gruendungskongress-der-afd-jugend/
[12]https://verwaltungsgerichtsbarkeit.hessen.de/presse/vgh-weist-beschwerden-zu-beobachtung-des-hessischen-afd-landesverbands-zurueck
[13]https://staatsgerichtshof.hessen.de/presse/urteil-zum-corona-untersuchungsaussch
[14]https://www.dokunetzwerk.org/2025/11/15/neonazistisches-gedenken-in-staufenberg/
[15]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2026/01/21/frauenlaufen-gegen-feminismus/
[16]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/04/30/rechte-friedensaktionen-an-den-ostertagen/
[17]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/05/28/konspiratives-neonazi-vernetzungstreffen-in-altenstadt/
[18]https://www.giessener-allgemeine.de/hessen/eroeffnen-rechtsextreme-heimat-partei-siegt-vor-gericht-sparkasse-muss-konto-zr-94019469.html
[19]https://www.hessenschau.de/gesellschaft/die-heimat-landeschef-jagsch-verliert-job-bei-der-stadt-frankfurt-v2,stadt-frankfurt-kuendigt-jagsch-100.html
[20]https://www.dokunetzwerk.org/2025/06/14/rechte-proteste-gegen-den-csd-in-wetzlar/
[21]https://www.flickr.com/photos/marcokemp/albums/72177720327508204/
[22]https://www.dokunetzwerk.org/2025/08/23/neonazi-kundgebung-gegen-den-csd-in-friedberg/
[23]https://www.dokunetzwerk.org/2025/08/23/neonazi-kundgebung-gegen-den-csd-in-friedberg/
[24]https://www.dokunetzwerk.org/2025/06/14/rechte-proteste-gegen-den-csd-in-wetzlar/
[25]https://www.dokunetzwerk.org/2025/07/26/neonazi-kundgebung-gegen-den-csd-in-bensheim/
[26]https://www.youtube.com/watch?v=4zCNATfRbow
[27] https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/98/generation-z-im-nationalen-widerstand/
[28]https://www.dokunetzwerk.org/2025/04/26/rechte-demonstration-in-frankfurt/
https://www.dokunetzwerk.org/2025/03/22/rechter-aufzug-in-frankfurt/
[29] https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/98/generation-z-im-nationalen-widerstand/
[30]https://www.dokunetzwerk.org/2025/03/22/rechter-aufzug-in-frankfurt/
[31]https://rheinmain-rechtsaussen.org/glossar/gemeinsam-fuer-deutschland-gfd/
[32]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2026/01/21/frauenlaufen-gegen-feminismus/
[33]https://www.hna.de/kassel/viel-kleiner-als-erwartet-querdenker-demo-in-kassel-93642093.html
[34]https://www.dokunetzwerk.org/2025/04/21/ostermarsch-der-rechten-verschwoerungsszene-in-bensheim/
[35]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/04/30/rechte-friedensaktionen-an-den-ostertagen/
[36]https://www.youtube.com/watch?v=z4UgDS0g_1M
[37]https://www.dokunetzwerk.org/2025/09/11/rechter-aufmarsch-zur-brandnacht-in-darmstadt/
[38]https://taz.de/Rechtsextreme-Polizeichats-in-Hessen/!6020271/
[39]https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/olg-frankfurt-1ws17123-nazi-polizei-chat-whatsapp-gruppe-itiotentreff
[40]https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-1-revier-frankfurt-ermittlungen-an-skandal-wache-werden-ausgeweitet-100.html
[41]https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-1-revier-frankfurt-ermittlungen-an-skandal-wache-werden-ausgeweitet-100.html
[42]https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/frankfurter-polizeirevier-steht-nach-mutmasslichen-gewaltexzessen-in-der-kritik-accg-110728114.html
[43]https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/ermittlungen-gegen-polizisten-frankfurt-100.html
[44]https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/partnerin-von-prinz-reuss-aus-untersuchungshaft-entlassen-110796028.html
[45]https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-09/reichsbuerger-prozesse-angeklagte-tod-prinz-reuss
[46]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/07/05/geplante-reichsbuerger-aufzuege-in-frankfurt-und-weiterstadt/
[47]https://www.dokunetzwerk.org/2025/07/13/reichsbuerger-mahnwache-in-weiterstadt/
[48]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/05/15/das-koenigreich-deutschland-im-rhein-main-gebiet/
[49]https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/05/15/das-koenigreich-deutschland-im-rhein-main-gebiet/
[50]https://www.fnp.de/lokales/wetteraukreis/razzia-gegen-sogenannte-reichsbuerger-auch-in-der-wetterau-94043724.html
[51]https://www.zeit.de/news/2025-06/04/deutlich-mehr-feindseligkeit-gegen-juden-in-hessen
[52]https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/antisemitismus-75-prozent-mehr-vorfaelle-in-hessen-2024-110479210.html
[53] https://innen.hessen.de/presse/fuenf-jahre-meldestelle-hessengegenhetze
[54] https://www.gew-hessen.de/details/unterschaetztes-problem
[55]https://hessen.de/presse/schwerpunkte-der-3-foerderperiode-von-hessen-aktiv-fuer-demokratie-und-gegen-extremismus
[56] https://innen.hessen.de/presse/fuenf-jahre-meldestelle-hessengegenhetze